Das erste Sperrelement (,feindwärts') des „Antifaschistischen Schutzwalls″

Mit der Errichtung der aus prefabrizierten Fertigbetonteilen bestehenden Vorderlandmauer der ,dritten' Generation (Grenzmauer-75) begannen die sogenannten Grenztruppen der DDR 1975.


Mit der Errichtung der Vorderlandmauer der ,dritten' Generation wurde ca. 1975 begonnen. Fotos: © Berliner-Mauer-Archiv, Berlin (Fotos verschiedener Fotografen)

Diese Sperrmauer existierte ebenfalls in unterschiedlichen Modifikationen. Zur Anwendung kamen die Stützwandelemente QT 1.1, UL 12.11 und UL 12.41

Erst 1975 begannen die Pioniere der Grenztruppen der DDR mit der Errichtung einer 3,6 Meter hohen Mauer („Grenzmauer-75″) aus Betonsegmenten, die ohne weitere bauliche Maßnahmen einfach mittels eines Fußes aufgestellt werden konnte. Diese Mauer der dritten Generation wurde namensgebend für das unmenschlichste Symbol des geteilten Berlins, des geteilten Deutschlands und sogar für die Teilung der Welt.

Fazit: Durch die Errichtung der „Grenzmauer-75″ aus prefabrizierten Stahlbetonelementen reduzierten sich die Kosten der Herstellung, Montage und Instandsetzung erheblich. Auch durch die Reduzierung der Mauer auf drei herzustellende Bauteile - Stützwandelement, Röhre, Fundament - konnten größere Bereiche schnell verbarrikadiert werden. Neu waren Betontüren, die es den Grenztruppen ermöglichten, Grenzaufklärer (GAK) durch die Mauer ins vorgelagerte Areal zu schicken.

Nachteile: Durch die dichte und glatte Oberfläche rückte diese Wand ins Bewusstsein der Akteure und Künstler, die die Mauer im Laufe der Jahre zur längsten Graffitiwand der Welt machten.

 


Tipp 1: Berliner Mauerkunst : eine Dokumentation / von Ralf Gründer. - Köln ; Weimar ; Wien : Böhlau, 2007. - 352 S. : überw. Ill. ; 22 cm.
ISBN 978-3-412-16106-4

Tipp 2: Rathje, Wolfgang
"Mauer-Marketing" unter Erich Honecker : Schwierigkeiten der DDR bei der technischen Modernisierung, der volkswirtschaftlichen Kalkulation und der politischen Akzeptanz der Berliner "Staatsgrenze" von 1971-1990 / vorgelegt von Wolfgang Rathje. - 2001. - 996 S. - Kiel, Univ., Diss., 2001